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Die
Mistel (1)
Systematik und Verbreitung
Es gibt
weltweit über tausend Pflanzenarten, die zu den Misteln
gezählt werden. Sie werden in zwei Familien aufgeteilt,
die Loranthaceae und die Viscaceae. Alle Misteln wachsen nicht
in der Erde, sondern wurzeln als Halbparasiten auf anderen
Pflanzen, zumeist auf Bäumen.
Die
weissbeerige Mistel (Viscum album, Foto links) ist in Europa
am häufigsten anzutreffen. Sie ist mehrjährig, verliert
ihre Blätter im Winter nicht, blüht im Februar und
bildet in den letzten Monaten des Kalenderjahres weiße
Beeren aus.
Andere
Mistelarten in Europa sind die rotbeerige Mistel, die vor
allem in Spanien auf Olivenbäumen wächst, die gelbbeerige
Riemenblume, die im Donaugebiet auf Eichen und gelegentlich
in Italien auf Edelkastanien gefunden wird, und die Wacholder-Zwergmistel
mit ihren grünen Beeren. Misteln gedeihen vor allem im
mitteleuropäischen Klima. In Südeuropa ist es verbreitet
zu trocken und in Nordeuropa zu kalt für diese Pflanze.
Am häufigsten wird die Mistel in Frankreich gefunden.
Als Arzneipflanze
in der Onkologie wird nur Viscum album eingesetzt. Sie wächst
auf drei verschiedenen Bäumen; es handelt sich drei botanische
Unterarten mit unterschiedlicher Charakteristik.
Die Laubholzmistel
(Viscum album ssp. album) wird in einer Reihe verschiedener
Laubbäume gefunden. Pharmakologisch bedeutend sind Apfel-,
Ulmen- und Eichenmisteln.
Die
Kiefernmistel (Viscum album ssp. austriacum, Foto links)
besiedelt verschiedene Kiefernarten und gelegentich auch Fichten.
Die Tannenmistel
(Viscum album ssp. abietis) besiedelt Tannen und gelegentlich
Ahornbäume.
Misteln
werden verbreitet durch die Vögel, die sich von ihren
Beeren ernähren, vor allem die Misteldrossel, die Mönchsgrasmücke
und der Seidenschwanz.
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