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Lantus®
– das 24h-Basalinsulin:
Innovation in der Diabetes-Therapie
Seit
dem ersten Einsatz von Insulin bei Patienten mit Diabetes mellitus
in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und den heutigen
Optionen der Diabetesbehandlung liegt eine rasante Entwicklung der
therapeutischen Möglichkeiten. Heute stehen für die Behandlung
des Diabetes in Deutschland eine große Anzahl verschiedener
Insuline zur Verfügung. Wirkprofil, Wirkdauer und
Herstellungsverfahren sind Unterscheidungsmerkmale der
verschiedenen Substanzen. Ziel der Diabetestherapie ist es, den
Insulinspiegel soweit wie möglich dem eines gesunden Menschen
anzupassen und gleichzeitig das Risiko von Unterzuckerungen zu
minimieren. Ein gut eingestellter Blutzucker ist sowohl Teil der
Lebensqualität, als auch wichtig, um diabetischen
Folgeerkrankungen vorzubeugen.
Insulinanaloga:
Der Weg zu neuen Therapieoptionen
Mit
den Insulinanaloga existiert seit 1996 eine ganz neue Klasse der
Insuline. Durch den gentechnischen Austausch oder die Addition
verschiedener Bausteine wird bei diesen Insulinen eine verkürzte
oder verlängerte Wirkung erzielt. Die kurzwirksamen
Insulinanaloga werden schneller in die Blutbahn aufgenommen und
haben eine besonders kurze Wirkdauer. Im
Gegensatz zu Normalinsulin muss bei diesen Insulinen kein
Spritz-Ess-Abstand eingehalten werden.
Über
24 Stunden ein gleichmäßiger Insulinspiegel
Seit
2000 steht in Deutschland das erste langwirksame Insulin-Analogon
Insulin glargin (Lantus®)
zur Verfügung. Dieses
24h-Basalinsulin wird biotechnisch hergestellt und verfügt über
ein einzig-artiges Wirkprofil. Durch die Änderung einer Aminosäuresequenz
und die Beigabe von Zink wird das Insulin deutlich verzögert in
den Blutkreislauf aufgenommen, mit dem Ergebnis eines gleichmäßigen
Insulinspiegels über bis zu 24 Stunden. Die Substanz bietet im
Vergleich zu anderen Therapiemöglichkeiten den Vorteil,
Blutzuckerkontrollen zu minimieren und das Risiko von Hypoglykämien
und insbesondere der gefürchteten nächtlichen Hypoglykämien
zu verringern.
Injektion
nur einmal täglich
Anders
als bei NPH-Insulinen (Neutral-Protamin Hagedorn) reduziert sich
die Anwendung des 24h-Basalinsulins auf nur einmal täglich und
durch die gleichmäßige Versorgung mit Insulin über 24 Stunden
kann der nahrungsunabhängige Insulinspiegel des Diabetikers
weitestgehend dem eines gesunden Menschen angeglichen werden.
Dadurch werden Unterzuckerungen, besonders in der Nacht, wenn der
Blutzuckerspiegel nicht regelmäßig kontrolliert werden kann,
verhindert. Der Injektionszeitpunkt kann flexibel gewählt werden,
ob morgens, mittags oder abends, sodass sich die Insulintherapie
ganz den Lebensgewohnheiten des Diabetikers anpasst und nicht
umgekehrt. Wichtig ist lediglich, dass Insulin glargin (Lantus®)
jeden Tag zur gleichen Zeit verabreicht wird.
Vorteile
für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker mit nachgewiesener Verträglichkeit
Durch
die gleichmäßige Insulinversorgung entstehen beim
24h-Basalinsulin keine Insulin-Spitzen, gegen die der Diabetiker
„anessen“ muss. Dies ist von besonderem Vorteil bei
Typ-2-Diabetikern, bei denen häufig Übergewichtigkeit
festzustellen ist. Auch bei Diabetikern, die sehr unregelmäßig
essen, wurden bei Anwendung von Lantus®
weniger Blutzuckerschwankungen nachgewiesen. Doch auch für den
Typ-1-Diabetiker bietet Insulin glargin eine zuverlässige Möglichkeit
der guten Blutzuckereinstellung. Durch die einmal tägliche Gabe
ergibt sich eine Verbesserung der basalen Insulinversorgung. Die
Verträglichkeit des 24h-Basalinsulins wurde in zahlreichen
Studien belegt. Inzwischen werden weltweit über 1 Millionen
Diabetiker mit 24h-Basalinsulin behandelt. Seit 2003 hat Lantus®
zudem die Zulassung für die
Behandlung von Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren. Ein weiterer
Vorteil ist, dass Lantus® im Gegensatz zu anderen Insulinen vor dem Gebrauch nicht geschüttelt
werden muss, da es eine klare Lösung ist. Dadurch können
Dosierungsfehler vermieden werden.
BOT
– leichter Einstieg in die Insulintherapie
Kommt
es im Verlauf der Diabeteserkrankung beim Typ-2-Diabetiker zu dem
Punkt, an dem eine Therapie mit Tabletten nicht mehr ausreicht, um
eine gute Blutzuckereinstellung zu gewährleisten, muss die
Behandlung mit Insulin ergänzt werden. Dies ist unerlässlich, um
späteren Folgeschäden vorzubeugen und entspricht dem heutigen
Therapie-Standard. Hier bietet die BOT, die Basalunterstützte
Orale Therapie einen effektiven und einfachen Einstieg in die
Insulintherapie. Die bisherige Tablettentherapie kann beibehalten
werden und es wird zusätzlich nur einmal täglich ein
24h-Basalinsulin gespritzt. Der Vorteil dieser Behandlungsform ist
die einfache Anwendung: Es muss nicht der gesamte Lebensrhythmus
auf das Verabreichen des Insulins ausgerichtet werden. Es muss
kein Spritz-Ess-Abstand eingehalten werden und Zwischenmahlzeiten
sind somit überflüssig.
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