Insulin Therapie mit dem Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin) bei Medizin 2000  
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Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin)"

"Lantus® Basispressemappe"

Februar 2004

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BOT – die Basalunterstützte Orale Therapie bei Typ-2-Diabetes

 

Typ-1- und Typ-2-Diabetiker

Zurückhaltende Hochrechnungen des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) gehen davon aus, dass in Deutschland mindestens 4 Millionen Diabetiker leben, wobei die Dunkelziffer auf 50 bis 100 Prozent darüber liegend geschätzt wird. Das entspräche einer tatsächlichen Inzidenz von sechs bis 8 Millionen Diabetikern in Deutschland – damit wäre beinahe jeder 10. Bundesbürger betroffen! 90 bis 95 Prozent der Diabetes-Patienten leiden an dem oft als „Alterszucker“ verharmlosten Typ-2-Diabetes. Bei diesen Menschen wirkt das Insulin einerseits nicht; die Zellen reagieren nicht empfindlich genug auf das Insulinhormon (Insulinresistenz). Daraus folgt, dass sie nur noch wenig Glukose aufnehmen und verbrennen können. Andererseits setzt die Bauchspeicheldrüse, die normalerweise das Insulin produziert, nicht genügend Insulin frei. Im Verlauf des Fortschreitens der Krankheit lässt zusätzlich die Insulinbildung nach.

 

Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt

Die genauen Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Mediziner vermuten bei Typ-1-Diabetes ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfektion und Autoimmun-erkrankung. Bei Typ-2-Diabetes liegt eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz der Zellen vor, die mit einer verminderten Insulinfreisetzung gekoppelt ist. Durch Überernährung wird die Insulinresistenz zusätzlich verstärkt. Folglich muss die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin herstellen. Langfristig kommt es zu einer Überforderung der Insulinbildenden Zellen. Folge dieser komplexen Abläufe ist das klinische Bild der Zuckerkrankheit.

 

Behandlung des Typ-2-Diabetes

Der überwiegende Teil der Typ-2-Diabetiker ist bei Diagnosestellung über 30 Jahre und leicht bis stark adipös. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfiehlt daher in den im April 2002 veröffentlichten Praxis-Leitlinien zunächst den Blutzuckerspiegel durch diätetische Maßnahmen, körperliche Aktivität und eine Lebensstiländerung zu regulieren. Können die metabolischen Therapieziele durch diese Maßnahme nach drei Monaten nicht erreicht werden, ist eine pharmakologische antihyperglykämische Therapie angezeigt. Als ideales Therapieziel werden dabei ein HbA1c-Wert unter 6,5 % und ein Blutzuckerwert (nüchtern und präprandial) von 80 – 120 mg/dl angestrebt. In der Regel wird der Patient zuerst auf eine oral antidiabetische (OAD) Monotherapie eingestellt. Ist es nicht möglich, den angestrebten HbA1c-Zielwert unter einer Monotherapie zu erreichen, wird ein weiteres OAD gegeben (Multi-OAD).

 

Kann der HbA1c-Wert trotz maximaler diätetischer Bemühung und Gabe von oralen Antidiabetika (OAD) nicht unter 7% gesenkt werden, empfiehlt die DDG, zusätzlich Insulin zu verordnen, um eine effektive Blutzuckersenkung zu erzielen und damit Folgeerkrankungen hinauszuzögern oder zu minimieren.

 

Die Ein- bzw. Umstellung auf eine Insulintherapie stellt aber bisher für Arzt und Patient eine große Barriere dar.

 

Die Insulinbarriere

Die Kombinationstherapie mit den derzeit am häufigsten eingesetzten NPH-Insulinen ist für Arzt und Patient zum einen mit einem hohen Schulungsaufwand verbunden, zum anderen birgt diese Form der Therapie die Gefahr von Hypoglykämien. In Abhängigkeit von der verabreichten Dosis erzeugt das NPH-Insulin nach 4 bis 6 Stunden einen Spitzenspiegel, so dass die Patienten dann Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen müssen, um der Gefahr einer Unterzuckerung zu begegnen. Des weiteren konnte beobachtet werden, dass viele Patienten bei Gabe von NPH-Insulin zur Nacht entweder Unterzuckerungen morgens gegen 4 Uhr und/oder einen erhöhten Nüchternblutzucker haben, weil in den späteren Morgenstunden die Insulinwirkung nachlässt, während der Insulinbedarf steigt.

 

Für den Patienten besteht die Insulinbarriere zum einen aus der Angst vor der Spritze und den damit verbundenen Schmerzen, Blutungen und Infektionen. Zum anderen bewirkt die Spritze ein neues Erleben der Krankheit: Die Umstellung auf eine Insulintherapie bedeutet für den Patienten, dass er nun keinen „milden Alterszucker“, sondern schweren Diabetes hat. Verstärkt wird die Angst vor der Insulintherapie dadurch, dass viele Ärzte diese im Vorfeld als Druckmittel für undisziplinierte Patienten einsetzen, um sie zu „zwingen“, die therapeutischen Maßnahmen gewissenhaft durchzuführen.

 

BOT – Die Basalunterstützte Orale Therapie

Mit BOT, der Basalunterstützten Oralen Therapie, steht unzureichend eingestellten Typ-2-Diabetikern unter oralen Antidiabetika jetzt eine neue Therapieoption zwischen einer Multi-OAD und der Therapie OAD + Peak-Insulin zur Verfügung.

 

BOT folgt dem einfachen Therapieschema „one-pill-one-shot“, d.h. die orale Therapie wird beibehalten und zusätzlich einmal täglich Lantus® - in der Regel zur Nacht - gespritzt. Der Vorteil von Insulin glargin (Lantus®) besteht darin, dass es einen gleichmäßigen Insulinspiegel über bis zu 24 Stunden aufrechterhält, ohne Gipfelspiegel zu erzeugen, gegen die man "anessen" müsste. Alle bisherigen Studien haben gezeigt, dass unter Verwendung von Insulin glargin die Gefahr für nächtliche Unterzuckerungen gegenüber NPH-Insulin reduziert ist und dass das sogenannte Down-Phänomen (erhöhter Nüchternblutzucker durch Nachlassen der Insulinwirkung) kaum mehr beobachtet wird. Das neue Therapieschema bewirkt eine Senkung der unter alleiniger oraler Therapie gemessenen Blutzuckerwerte.

 
Bedeutung von BOT für die tägliche Praxis

BOT stellt für den Hausarzt und seine Patienten eine einfach umzusetzende Therapieoption dar. Gerade für den Hausarzt ergibt sich durch das Therapieschema „one-pill-one-shot“ ein einfaches und sicheres Therapieprinzip, welches leicht verständliche Anwendungsvorschriften, kostengünstige Therapie und Leitlinie-orientierte Ergebnisqualität miteinander verbindet.

Der Patient profitiert durch eine einfache Ergänzung der bestehenden oralen Therapie von einer besseren Blutzuckereinstellung, ohne Angst vor nächtlichen Hypoglykämien haben zu müssen. Die Ein- bzw. Umstellung auf BOT wird für den Patienten durch die Produktkombination Lantus® OptiSet® zusätzlich erleichtert. Durch die DosisMemory®-Funktion des Lantus® OptiSet® kann die Dosis in der Einstellungsphase von Arzt eingestellt werden und bleibt bis zur nächsten Kontrolle unverändert. Ist die Ein- bzw. Umstellung abgeschlossen, entfallen für den Patienten die mehrfach täglichen Blutzuckermessungen

 

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www.insulin24.de

www.lantus.de

www.optiset.de


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Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt

Die genauen Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Mediziner vermuten bei Typ-1-Diabetes ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfektion und Autoimmun-erkrankung. Bei Typ-2-Diabetes liegt eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz der Zellen vor, die mit einer verminderten Insulinfreisetzung gekoppelt ist. Durch Überernährung wird die Insulinresistenz zusätzlich verstärkt. Folglich muss die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin herstellen. Langfristig kommt es zu einer Überforderung der Insulinbildenden Zellen. Folge dieser komplexen Abläufe ist das klinische Bild der Zuckerkrankheit.

 

Behandlung des Typ-2-Diabetes

Der überwiegende Teil der Typ-2-Diabetiker ist bei Diagnosestellung über 30 Jahre und leicht bis stark adipös. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) empfiehlt daher in den im April 2002 veröffentlichten Praxis-Leitlinien zunächst den Blutzuckerspiegel durch diätetische Maßnahmen, körperliche Aktivität und eine Lebensstiländerung zu regulieren. Können die metabolischen Therapieziele durch diese Maßnahme nach drei Monaten nicht erreicht werden, ist eine pharmakologische antihyperglykämische Therapie angezeigt. Als ideales Therapieziel werden dabei ein HbA1c-Wert unter 6,5 % und ein Blutzuckerwert (nüchtern und präprandial) von 80 – 120 mg/dl angestrebt. In der Regel wird der Patient zuerst auf eine oral antidiabetische (OAD) Monotherapie eingestellt. Ist es nicht möglich, den angestrebten HbA1c-Zielwert unter einer Monotherapie zu erreichen, wird ein weiteres OAD gegeben (Multi-OAD).

 

Kann der HbA1c-Wert trotz maximaler diätetischer Bemühung und Gabe von oralen Antidiabetika (OAD) nicht unter 7% gesenkt werden, empfiehlt die DDG, zusätzlich Insulin zu verordnen, um eine effektive Blutzuckersenkung zu erzielen und damit Folgeerkrankungen hinauszuzögern oder zu minimieren.

 

Die Ein- bzw. Umstellung auf eine Insulintherapie stellt aber bisher für Arzt und Patient eine große Barriere dar.

 

Die Insulinbarriere

Die Kombinationstherapie mit den derzeit am häufigsten eingesetzten NPH-Insulinen ist für Arzt und Patient zum einen mit einem hohen Schulungsaufwand verbunden, zum anderen birgt diese Form der Therapie die Gefahr von Hypoglykämien. In Abhängigkeit von der verabreichten Dosis erzeugt das NPH-Insulin nach 4 bis 6 Stunden einen Spitzenspiegel, so dass die Patienten dann Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen müssen, um der Gefahr einer Unterzuckerung zu begegnen. Des weiteren konnte beobachtet werden, dass viele Patienten bei Gabe von NPH-Insulin zur Nacht entweder Unterzuckerungen morgens gegen 4 Uhr und/oder einen erhöhten Nüchternblutzucker haben, weil in den späteren Morgenstunden die Insulinwirkung nachlässt, während der Insulinbedarf steigt.

 

Für den Patienten besteht die Insulinbarriere zum einen aus der Angst vor der Spritze und den damit verbundenen Schmerzen, Blutungen und Infektionen. Zum anderen bewirkt die Spritze ein neues Erleben der Krankheit: Die Umstellung auf eine Insulintherapie bedeutet für den Patienten, dass er nun keinen „milden Alterszucker“, sondern schweren Diabetes hat. Verstärkt wird die Angst vor der Insulintherapie dadurch, dass viele Ärzte diese im Vorfeld als Druckmittel für undisziplinierte Patienten einsetzen, um sie zu „zwingen“, die therapeutischen Maßnahmen gewissenhaft durchzuführen.

 

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BOT folgt dem einfachen Therapieschema „one-pill-one-shot“, d.h. die orale Therapie wird beibehalten und zusätzlich einmal täglich Lantus® - in der Regel zur Nacht - gespritzt. Der Vorteil von Insulin glargin (Lantus®) besteht darin, dass es einen gleichmäßigen Insulinspiegel über bis zu 24 Stunden aufrechterhält, ohne Gipfelspiegel zu erzeugen, gegen die man "anessen" müsste. Alle bisherigen Studien haben gezeigt, dass unter Verwendung von Insulin glargin die Gefahr für nächtliche Unterzuckerungen gegenüber NPH-Insulin reduziert ist und dass das sogenannte Down-Phänomen (erhöhter Nüchternblutzucker durch Nachlassen der Insulinwirkung) kaum mehr beobachtet wird. Das neue Therapieschema bewirkt eine Senkung der unter alleiniger oraler Therapie gemessenen Blutzuckerwerte.

 
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Der Patient profitiert durch eine einfache Ergänzung der bestehenden oralen Therapie von einer besseren Blutzuckereinstellung, ohne Angst vor nächtlichen Hypoglykämien haben zu müssen. Die Ein- bzw. Umstellung auf BOT wird für den Patienten durch die Produktkombination Lantus® OptiSet® zusätzlich erleichtert. Durch die DosisMemory®-Funktion des Lantus® OptiSet® kann die Dosis in der Einstellungsphase von Arzt eingestellt werden und bleibt bis zur nächsten Kontrolle unverändert. Ist die Ein- bzw. Umstellung abgeschlossen, entfallen für den Patienten die mehrfach täglichen Blutzuckermessungen

 

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