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Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin)""Treat to Target" - aber wie? Gangbare
Wege der Umsetzung von Therapieleitlinien
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Referat |
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Typ-1-Diabetes:
„Flexibilität und Sicherheit in der Therapie des Typ-1-Diabetes mit Insulin Glargin“Prof.
Dr. Thomas Danne, Hannover
In Deutschland verwenden momentan ca. 275.000 Patienten mit Diabetes Insulin Glargin (Lantus®). Im Rahmen der ärztlichen Therapiefreiheit entfielen bislang 0,1% aller Lantus®-Verordnungen auf die Altersgruppe der 5-11jährigen und 1,7% der 12-19 jährigen Diabetes-Patienten. Im April hat die EU-Kommission die Zulassungserweiterung für den Einsatz bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahre mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2 und für die flexible Dosierung erteilt. Obwohl Verbesserungen des HbA1c in Studien von Patienten mit Typ-1-Diabetes nicht durchgängig zu verzeichnen waren, ergaben sich bereits bei der Zulassungsstudie bei 349 Kindern und Jugendlichen Hinweise für eine Reduktion speziell nächtlicher Hypoglykämien und besserer Nüchternwerte bei Verwendung von Lantus® gegenüber NPH-Insulin. Auch eine Studie bei 30 Adoleszenten mit Typ-1-Diabetes mittels kontinuierlichem subkutanen Glukosemonitoring vor und nach Umstellung einer Basalinsulinsubstitution von NPH-Insulin und Semilente® auf Lantus® zeigte eine Reduktion asymptomatischer nächtlicher Episoden mit Glukosekonzentrationen im hypoglykämischen Bereich nach Umstellung. Eine britische Studie bei 26 Adoleszenten mit 15minütiger nächtlicher Blutzuckerbestimmung ergab ähnliche Resultate. Da Lantus® in klarer Lösung erhältlich ist, wird außerdem das Risiko einer fehlerhaften Insulingabe bei unzureichender Durchmischung vermieden und somit eine zusätzliche Therapiesicherheit erreicht. Insulin Glargin ist somit eine neue Therapiealternative auch für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus, wenn herkömmliche Formen der Basalinsulinsubstitution nicht erfolgreich sind. Die
Möglichkeit zu größerer Flexibilität durch die Gleichwertigkeit
der einmaligen Lantus®-Gabe
zu verschiedenen Tageszeiten wird in zwei Studien bei Erwachsenen
mit Typ-1-Diabetes belegt. In einer italienischen Studie bei 51
Patienten war die einmalige Gabe von Lantus®
zum Abendbrot oder vor dem Schlafen gleichwertig. Beide Lantus®-Gruppen
zeigten in der 3monatigen Studie bessere HbA1c-Werte
als eine Gruppe mit 4maliger NPH-Injektion. In einer 24wöchigen
deutschen Studie bei 378 Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes wurde
eine einmalige Lantus®-Gabe
zum Frühstück, Abendbrot und vor der Schlafen mit Lispro als Prandialinsulin
in Parallelgruppen verglichen. Dabei waren die Stoffwechselergebnisse
zwischen allen drei Gruppen vergleichbar. Interessanterweise wies
die Gruppe mit morgendlicher Lantus®-Injektion
die niedrigste Rate nächtlicher Hypoglykämien auf. Mit der Zulassungserweiterung
für die flexible Dosierung von Lantus®
ist es jetzt möglich, das 24h-Basalinsulin zu jeder Tageszeit
zu verabreichen, aber jeden Tag zur gleichen Zeit. |
