Insulin Therapie mit dem Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin) bei Medizin 2000  
         Zuckerkrankheit, Therapie mit Lantus, Insulin Glargin    
 Aventis, Pressemappe Logo
   
 


Startseite
Profieingang mit Passwortschutz
Nutzungsbedingungen
Readaktion Info-Netzwerk Medizin 2000
Kontakt Info-Netzwerk Medizin 2000

 

zum Index der Pressemappe
Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin)"

Mit Lantus® neue Chancen in der
Diabetestherapie

anlässlich der 38. Jahrestagung der
Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)
Bremen, den 28. Mai 2003

Aventis Logo


 

Referat

 

„Neue Option in der Diabetestherapie von Kindern und Jugendlichen“

Dr. med. Jürgen Herwig

 

Insulin glargin (Lantus®, Aventis) ist ein langwirkendes Insulinanalogon mit flachem und verlängertem Wirkprofil über ca. 24 Stunden und muss deswegen nur einmal am Tag als basales Insulin injiziert werden. Da bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes das Risiko für nächtliche Hypoglykämien hoch ist und diese deshalb oft hohe Nüchternblutzuckerwerte morgens aufweisen, erscheint die Therapie mit Insulin glargin in dieser Altersgruppe besonders sinnvoll.

In einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie als Parallelgruppenvergleich (1997/1998) wurde die Basalrate durch die täglich einmalige, spätabendliche Gabe von Insulin glargin einer Kontrollgruppe mit NPH-Insulin (Injektion 1x täglich spätabends oder 2x täglich morgens und spätabends) gegenübergestellt. Bei ICT (intensivierter konventioneller Insulintherapie) wurde die basale Insulindosis so adaptiert, dass ohne nächtliche Hypoglykämien ein Nüchternblutzucker von möglichst 80 bis 160 mg/dl resultierte. Als prandiales Insulin wurde das übliche humane Normalinsulin vor den Mahlzeiten verabreicht.

349 Patienten mit Typ-1-Diabetes im Alter von 5 bis 16 Jahren wurden 6 Monate therapiert, 174 mit Insulin glargin, 175 mit NPH-Insulin. Das Glykohämoglobin war in beiden Gruppen vergleichbar, jedoch wurde eine deutlichere Optimierung des Nüchternblutzuckers in der Glargin-Studiengruppe (-22,9 mg/dl) im Vergleich zur NPH-Kontrollgruppe (-12,6 mg/dl) beobachtet. Diese Differenz war statistisch mit p<0,023 signifikant. Die Frequenz aller Hypoglykämien war in beiden Gruppen vergleichbar (Glargin: 79,3%; NPH 78,9%), jedoch wiesen die Patienten unter Glargin-Therapie seltener schwere (22,4% vs. 28,6%) oder schwere nächtliche Hypoglykämien auf (12,6% vs. 17,7%). Die Verträglichkeit von Insulin gGlargin war gut, insbesondere im Hinblick auf die Reaktionen im Bereich der Injektionsareale oder die Bildung von Humaninsulin- oder E.coli-Protein-Antikörpern.

 

Auf Grund dieser Ergebnisse der Insulin-Glargin-Zulassungsstudie begannen wir im Jahr 2000 nach der Zulassung für Erwachsene eine offene, prospektive Studie, um den Langzeiteffekt von Insulin gGlargin im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (NPH- oder Insulin Novo Semilente MC®) bezüglich der Stoffwechsel- und Lebensqualität zu vergleichen. Insulin glargin wurde einmalig abends oder spätabends injiziert, die anderen Verzögerungsinsuline meist zweimal am Tag morgens und spätabends, nur in Einzelfällen ausschließlich spätabends. Als prandiales Insulin injizierten die Patienten Normalinsulin oder ein kurzwirkendes Insulinanalogon (Lispro-  bzw. Aspart-Insulin). Bei Studienbeginn waren unsere 142 Patienten ³ 5 Jahre alt und wurden durchschnittlich über 20,2 ± 9,5 unter einer ICT mit Insulin Glargin bzw. 20,2 ± 9,8 Monate unter ICT mit den anderen Verzögerungsinsulinen beobachtet.

Der HbA1c-Wert stieg in beiden Gruppen während der Studiendauer leicht an, in der Glargin-Gruppe von 7,3 ± 1,0% auf 7,6 ± 1,1% [p<0,003], in der Kontrollgruppe von 7,7 ± 1,6% auf 8,3 ± 1,5% [p<0,0001]. Die tägliche Gesamtinsulindosis (0,94 ± 0,22 IE/kg KG/Tag) bzw. die Differenzierung in basales und prandiales Insulin (0,31 ± 0,07 IE/ kg KG/Tag vs. 0,64 ± 0,18 IE/kg KG/Tag) änderte sich in der Glargin-Gruppe nicht signifikant. Hingegen stieg der Gesamt- und prandiale Insulinbedarf in der Kontrollgruppe an auf 0,96 ± 0,34 IE/kg KG/Tag [p<0,04] bzw. 0,67 ± 0,31 IE/kg KG/Tag [p<0,007]. Die Dosis des Verzögerungsinsulins musste dementsprechend auf 0,29 ± 0,11 IE/kg KG/Tag [p<0,01] reduziert werden. Die Inzidenz symptomatischer Hypoglykämien blieb während der Beobachtungszeit in beiden Gruppen unverändert und vergleichbar. Das Auftreten schwerer Hypoglykämien mit Fremdhilfe wurde in der Glargin-Gruppe signifikant seltener beobachtet als in der Kontrollgruppe: 0,14 vs. 0,73 Ereignisse pro Patientenjahr [p<0,002]. Die Lebensqualität wurde von den Patienten in der Glargin-Gruppe subjektiv besser bewertet als in der Kontrollgruppe; alle Patienten bevorzugten die Therapie mit Insulin glargin im Vergleich zu den anderen Verzögerungsinsulinen.

 

Zusammengefasst führt Insulin glargin zu niedrigeren Nüchternblutzuckerwerten, einer Reduktion schwerer Hypoglykämien und verbessert die subjektive Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes.

Lebenslauf des Referenten

zum nächsten Referat

 

www.insulin24.de

www.lantus.de

www.optiset.de


Diabetes Logo Aventis

 

Diabetes Typ 2, Medizin 2000 Logo
 
| Adipositas Therapie | AIDS/HIV | Allergie Therapie | allergisches Asthma | Antibabypille |
| Asthma Therapie | Betablocker Therapie | COPD | Diabetes | Erektile Dysfunktion |
| Evidence based Medicine | Frauenheilkunde | Grippe | Haarausfall Therapie |
| Hausstauballergie | Herzkrankheiten | Herzinsuffizienz Diagnose | Herzinsuffizienz |
| Herzschrittmacher | Highlights Forschung | Humangenetik | Hundehaarallergie |
| Hypertonie | Impotenz Therapie | Impfen | Insektengiftallergie | Insulin Therapie |
| Kardiologie | Katzenhaarallergie | Komplementärmedizin | Krankenhäuser | Krebs |
| Magenleiden | Medikamente | Medizintechnik | Mistel Therapie | Naturheilverfahren |
| Nervenkrankheiten | online Hausarzt | Orthopädie | Osteoporose | Pollenallergie |
| PAH | Pressearchiv | Presseerklärungen | Reisewebsite | Report Medizin | Rheuma |
| Schmerz | Sportmedizin | Tierhaarallergie | Totalendoprothese | Zuckerkrankheit |
| | Medizin 2000 | Impressum | Nutzungsbedingungen | Stichwortsuche |

 

Diabetes, Typ-2-Diabetes, Insulin Glargin
Copyright © LaHave Media Services Limited
Insulintherapie mit dem Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin). Neue Option in der Diabetestherapie von Kindern und Jugendlichen. Aventis Pharma Pressekonferenz: Mit Lantus® neue Chancen in der Diabetestherapie
        Insulin Therapie mit dem Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin) bei Medizin 2000  
         Zuckerkrankheit, Therapie mit Lantus, Insulin Glargin    
 Aventis, Pressemappe Logo
   
 


Startseite
Profieingang mit Passwortschutz
Nutzungsbedingungen
Readaktion Info-Netzwerk Medizin 2000
Kontakt Info-Netzwerk Medizin 2000

 

zum Index der Pressemappe
Basalinsulin Lantus ( Insulin Glargin)"

Mit Lantus® neue Chancen in der
Diabetestherapie

anlässlich der 38. Jahrestagung der
Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)
Bremen, den 28. Mai 2003

Aventis Logo


 

Referat

 

„Neue Option in der Diabetestherapie von Kindern und Jugendlichen“

Dr. med. Jürgen Herwig

 

Insulin glargin (Lantus®, Aventis) ist ein langwirkendes Insulinanalogon mit flachem und verlängertem Wirkprofil über ca. 24 Stunden und muss deswegen nur einmal am Tag als basales Insulin injiziert werden. Da bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes das Risiko für nächtliche Hypoglykämien hoch ist und diese deshalb oft hohe Nüchternblutzuckerwerte morgens aufweisen, erscheint die Therapie mit Insulin glargin in dieser Altersgruppe besonders sinnvoll.

In einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie als Parallelgruppenvergleich (1997/1998) wurde die Basalrate durch die täglich einmalige, spätabendliche Gabe von Insulin glargin einer Kontrollgruppe mit NPH-Insulin (Injektion 1x täglich spätabends oder 2x täglich morgens und spätabends) gegenübergestellt. Bei ICT (intensivierter konventioneller Insulintherapie) wurde die basale Insulindosis so adaptiert, dass ohne nächtliche Hypoglykämien ein Nüchternblutzucker von möglichst 80 bis 160 mg/dl resultierte. Als prandiales Insulin wurde das übliche humane Normalinsulin vor den Mahlzeiten verabreicht.

349 Patienten mit Typ-1-Diabetes im Alter von 5 bis 16 Jahren wurden 6 Monate therapiert, 174 mit Insulin glargin, 175 mit NPH-Insulin. Das Glykohämoglobin war in beiden Gruppen vergleichbar, jedoch wurde eine deutlichere Optimierung des Nüchternblutzuckers in der Glargin-Studiengruppe (-22,9 mg/dl) im Vergleich zur NPH-Kontrollgruppe (-12,6 mg/dl) beobachtet. Diese Differenz war statistisch mit p<0,023 signifikant. Die Frequenz aller Hypoglykämien war in beiden Gruppen vergleichbar (Glargin: 79,3%; NPH 78,9%), jedoch wiesen die Patienten unter Glargin-Therapie seltener schwere (22,4% vs. 28,6%) oder schwere nächtliche Hypoglykämien auf (12,6% vs. 17,7%). Die Verträglichkeit von Insulin gGlargin war gut, insbesondere im Hinblick auf die Reaktionen im Bereich der Injektionsareale oder die Bildung von Humaninsulin- oder E.coli-Protein-Antikörpern.

 

Auf Grund dieser Ergebnisse der Insulin-Glargin-Zulassungsstudie begannen wir im Jahr 2000 nach der Zulassung für Erwachsene eine offene, prospektive Studie, um den Langzeiteffekt von Insulin gGlargin im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (NPH- oder Insulin Novo Semilente MC®) bezüglich der Stoffwechsel- und Lebensqualität zu vergleichen. Insulin glargin wurde einmalig abends oder spätabends injiziert, die anderen Verzögerungsinsuline meist zweimal am Tag morgens und spätabends, nur in Einzelfällen ausschließlich spätabends. Als prandiales Insulin injizierten die Patienten Normalinsulin oder ein kurzwirkendes Insulinanalogon (Lispro-  bzw. Aspart-Insulin). Bei Studienbeginn waren unsere 142 Patienten ³ 5 Jahre alt und wurden durchschnittlich über 20,2 ± 9,5 unter einer ICT mit Insulin Glargin bzw. 20,2 ± 9,8 Monate unter ICT mit den anderen Verzögerungsinsulinen beobachtet.

Der HbA1c-Wert stieg in beiden Gruppen während der Studiendauer leicht an, in der Glargin-Gruppe von 7,3 ± 1,0% auf 7,6 ± 1,1% [p<0,003], in der Kontrollgruppe von 7,7 ± 1,6% auf 8,3 ± 1,5% [p<0,0001]. Die tägliche Gesamtinsulindosis (0,94 ± 0,22 IE/kg KG/Tag) bzw. die Differenzierung in basales und prandiales Insulin (0,31 ± 0,07 IE/ kg KG/Tag vs. 0,64 ± 0,18 IE/kg KG/Tag) änderte sich in der Glargin-Gruppe nicht signifikant. Hingegen stieg der Gesamt- und prandiale Insulinbedarf in der Kontrollgruppe an auf 0,96 ± 0,34 IE/kg KG/Tag [p<0,04] bzw. 0,67 ± 0,31 IE/kg KG/Tag [p<0,007]. Die Dosis des Verzögerungsinsulins musste dementsprechend auf 0,29 ± 0,11 IE/kg KG/Tag [p<0,01] reduziert werden. Die Inzidenz symptomatischer Hypoglykämien blieb während der Beobachtungszeit in beiden Gruppen unverändert und vergleichbar. Das Auftreten schwerer Hypoglykämien mit Fremdhilfe wurde in der Glargin-Gruppe signifikant seltener beobachtet als in der Kontrollgruppe: 0,14 vs. 0,73 Ereignisse pro Patientenjahr [p<0,002]. Die Lebensqualität wurde von den Patienten in der Glargin-Gruppe subjektiv besser bewertet als in der Kontrollgruppe; alle Patienten bevorzugten die Therapie mit Insulin glargin im Vergleich zu den anderen Verzögerungsinsulinen.

 

Zusammengefasst führt Insulin glargin zu niedrigeren Nüchternblutzuckerwerten, einer Reduktion schwerer Hypoglykämien und verbessert die subjektive Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes.

Lebenslauf des Referenten

zum nächsten Referat

 

www.insulin24.de

www.lantus.de

www.optiset.de


Diabetes Logo Aventis

 

Diabetes Typ 2, Medizin 2000 Logo
 
| Adipositas Therapie | AIDS/HIV | Allergie Therapie | allergisches Asthma | Antibabypille |
| Asthma Therapie | Betablocker Therapie | COPD | Diabetes | Erektile Dysfunktion |
| Evidence based Medicine | Frauenheilkunde | Grippe | Haarausfall Therapie |
| Hausstauballergie | Herzkrankheiten | Herzinsuffizienz Diagnose | Herzinsuffizienz |
| Herzschrittmacher | Highlights Forschung | Humangenetik | Hundehaarallergie |
| Hypertonie | Impotenz Therapie | Impfen | Insektengiftallergie | Insulin Therapie |
| Kardiologie | Katzenhaarallergie | Komplementärmedizin | Krankenhäuser | Krebs |
| Magenleiden | Medikamente | Medizintechnik | Mistel Therapie | Naturheilverfahren |
| Nervenkrankheiten | online Hausarzt | Orthopädie | Osteoporose | Pollenallergie |
| PAH | Pressearchiv | Presseerklärungen | Reisewebsite | Report Medizin | Rheuma |
| Schmerz | Sportmedizin | Tierhaarallergie | Totalendoprothese | Zuckerkrankheit |
| | Medizin 2000 | Impressum | Nutzungsbedingungen | Stichwortsuche |

 

Diabetes, Typ-2-Diabetes, Insulin Glargin
Copyright © LaHave Media Services Limited