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Aut idem:
Bei
Allergien eine Frage von Leben und Tod
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In
der Therapie von allergischen Erkrankungen werden
Allergenkarenz, Wohnraumsanierung, Diät, spezifische
Hyposensibilisierung und eine Reihe von Medikamenten
eingesetzt. Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren,
Bronchodilatatoren und Glukosteroide sind die wichtigsten.
Allergiker
sind eine Patienten-Gruppe, die von der „Aut-idem“-Regelung
unter Umständen vital bedroht ist. Bei ihnen kommt es in
besonderer Weise darauf an, ein spezifisches Präparat zu
verordnen. Denn selbst wenn der Wirkstoff identisch ist, können
Zusatzstoffe allergische Reaktionen hervorrufen. Prof.
Johannes Ring, München, berichtete auf einem
Pressesymposium über Einzelfälle, in denen ein Wechsel von
einem zu einem anderen Präparat mit gleichem Wirkstoff
schwere anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Tod
hervorgerufen hat. Entzieht man die Präparateauswahl dem
Arzt und überlässt sie dem Apotheker, wird dieses Risiko
bewusst eingegangen.
Wie
auch Prof. Gerhard Schultze-Werninghaus, Bochum, unterstrich,
ist die Aut-idem-Regelung für die Therapie des Asthma bronchiale
eine Katastrophe. Der gleiche Wirkstoff wird mit den unterschiedlichsten
Inhalationssystemen angeboten. Damit überhaupt Wirksubstanz
in die Bronchien gelangt, bedarf es einer guten Schulung des
Patienten. Der Arzt muss sich immer wieder davon überzeugen,
dass der Patient die Inhalationstechnik beherrscht. Das kann
nur gelingen, wenn er immer ein und dasselbe Inhalationssystem
benutzt, mit dem er vertraut ist.
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