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Antihistaminikum
verändert nicht das Verhalten
Dr.
med. Ulrike Röper
NEAPEL
– Asthma-präventive Therapie mit dem Antihistaminikum Cetirizin stört nicht die normale Entwicklung eines Kleinkindes.
Aber: Verhaltensauffällige Kinder erkranken häufiger an
Asthma.
Gründlich
wurden die Teilnehmer der ETAC
(Early Treatment of the Atopic Child)-Studie nachuntersucht.
Waren doch Atopie-belastete Kinder schon im ersten Lebensjahr
prophylaktisch mit dem H1-Rezeptor-Antagonisten Cetirizin (Zyrtec
® ) – wie alle Antihistaminika ein Neurotransmitter, der
die Blut/Hirn-Schranke überschreitet – behandelt worden.
Man prüfte die kognitive ebenso wie die motorische
Entwicklung und erhob eine ganze Reihe von
Verhaltensparametern, wie beispielsweise Konzentration,
Kontaktaufnahme, Stimmung, Schlafverhalten und Angst. Die
therapierten Kinder hatten sich eineinhalb Jahre nach
Abschluss der aktiven Studienphase genauso entwickelt wie die
mit Plazebo behandelten. Jedoch zeigten Kinder, die
mittlerweile an Asthma erkrankt waren, bereits vorab größere
Verhaltensauffälligkeiten als Nicht-Asthmatiker – gleich ob
zur Verum- oder Plazebogruppe gehörig.
Dieses
Ergebnis spricht dafür, dass Asthmakinder unter größerem
Stress stehen und dass dies ihr Erkrankungsrisiko erhöht. Der
Beginn der Asthma-Erkrankung schlägt sich hingegen nicht in
einer Verhaltensänderung nieder.
Satellitensymposium
„Long-term Treatment of Childhood Allergies“,
gesponsert von UCB-Pharma, Neapel 2002
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