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Tödliches Risiko: Darmkrebs

Experten mahnen Vorsorge und Früherkennung an

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Jährlich erkranken in Deutschland weit über 50.000 Männer und Frauen an einem Dickdarmkrebs - kolorektale Karzinome sind derzeit die zweithäufigste Tumorart. Die Hälfte der Betroffenen erliegt ihrem Leiden.

Experten wie Professor Siegfried Seeber (Westdeutsches Tumorzentrum - Uniklinikum Essen) warnen: "Wer sich fettreich ernährt, 'rotes' Fleisch bevorzugt, Obst und Gemüse vernachlässigt, häufig Alkohol konsumiert, übergewichtig ist, sich wenig bewegt, genetisch vorbelastet oder entsprechend vorerkrankt ist, trägt ein erhöhtes Darmkrebsrisiko." So sollten unter dem Aspekt "Primärprävention" Hausärzte ihre Patienten generell zu gesundheitsfördernder Lebensweise motivieren. Zum Beispiel verringere eine faserreiche Kost die Konzentratiion fäkaler Gallensäuren und das mutagene Potential des Darminhalts. 

 

Da die Erkrankung zunächst unauffällig verläuft, gute Chancen auf Heilung aber nur im frühen Stadium bestehen, sollten etwaige Symptome (z.B. Blähungen, Darmkrämpfe, Gewichtsreduktion, tastbare Verhärtungen im Bauchraum, häufige Diarrhoe/Obstipation) unbedingt abgeklärt werden. Das aber werde vielfach versäumt - bis möglicherweise intermittierende Bauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen oder Blutabgänge ein bereits fortgeschrittenes metastasiertes Tumorleiden signalisierten.

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