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DAWN-Studie:
Bessere
Teamarbeit in der Diabetes-Therapie erforderlich
Psychosoziale
Faktoren der Patienten berücksichtigen
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Medikamente
allein können Diabetikern nur bedingt helfen – bessere
Therapieergebnisse werden erzielt, wenn man die emotionalen
Rahmenbedingungen im persönlichen Umfeld des Betroffenen in
den Behandlungsplan einbezieht.. Das ist eine der
wesentlichen Erkenntnisse aus der bisher größten
internationalen Diabetes-Studie, deren erste Resultate anlässlich
des Weltdiabetestages 2001 in Erfurt vorgestellt wurden.
Unter der Schirmherrschaft der Internationalen Diabetes Föderation
(IDF) befragte ein Pharmaunternehmen in 13 Ländern über
5400 Diabetiker sowie rund 2000 niedergelassene Ärzte und
1600 Endokrinologen, Diabetologen und Diabetes-Berater.
Die
DAWN-Studie („Diabetes
- Ansichten, Wünsche und Nöte“) liefere
erstmalig zuverlässige Informationen, um Diabetiker besser
verstehen zu können, betonte der Präsident der Deutschen
Diabetes Union (DDU), Prof. Helmut Henrichs. Sie eröffne die
Möglichkeit, ihnen beim täglichen Umgang mit der komplexen
Krankheit mehr noch als bisher emotionale und psychologische
Unterstützung zu geben. Bei den Telefon-Interviews in der
Bundesrepublik hatten rund 500 Typ1- und Typ 2-Diabetiker
ihre Lebenssituation, die Behandlung ihrer Krankheit und ihren
Kontakt zu den Ärzten geschildert.. „Deutsche Diabetiker schneiden
international gut ab: Sie haben ein hohes Maß an Selbstmanagement
- 70 Prozent von ihnen
fühlen sich überwiegend wohl“, so Henrichs. Dagegen
sähen sie sich in der Familie und unter Freunden häufig unter
starken Druck gesetzt, wenn sie die Behandlungsvorschriften
einhalten wollten. Hilflosigkeit in manchen Situationen führe
zu Depressionen, bei vielen spiele die Angst vor einer Hypoglykämie
eine große Rolle. Zwei Drittel aller mit Antidiabetika Behandelten
fürchteten sich vor dem Spritzen.
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