Neues Diabetes Mellitus Modell
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In
Deutschland leben derzeit ca. fünf Millionen Diabetiker -
nahezu jeder 16. Bundesbürger ist von der chronischen Stoffwechselerkrankung
betroffen. Insbesondere die Behandlung der Spätschäden erweist
sich, wie Untersuchungen belegen, als kostenintensiv und treibt
die Gesamtaufwendungen drastisch in die Höhe: Die Behandlung
der Diabetes-mellitus-Patienten (Typ 1 und Typ 2) beansprucht
in Deutschland mittlerweile zwischen 10 und 15 Prozent des
gesamten Gesundheitsbudgets und macht die Erkrankung zur derzeit
teuersten chronischen Volkskrankheit. Das betonten Experten
auf einer Pressekonferenz im Deutschen Diabetes Forschungsinstitut
Düsseldorf. So habe sich beispielsweise trotz verbesserter
Behandlungsstrategien die Anzahl der notwendigen Amputationen
in den letzten Jahren kaum verringern lassen, gab der Diabetologe
Prof. Dr. med. Hans Hauner Einblick in die derzeit unbefriedigende
Situation. Generell sei der aktuelle Wissensstand über das
Krankheitsgeschehen noch unzureichend. Wissenschaftliche Erkenntnisse
und Fortschritte würden nicht schnell genug und flächendeckend
umgesetzt - Leitlinien der DDG seien in Vorbereitung, um diesem
Defizit abzuhelfen. Die unverzichtbare Zusammenarbeit aller
Betreuenden lasse vielfach noch zu wünschen übrig. Vor allem
würden die ohnehin knappen finanziellen Mittel nicht gezielt
genug eingesetzt. Es gelte, sie dort zu verwenden, wo die
größtmögliche Wirkung zu erwarten sei. Eine wertvolle Hilfe
dabei könnte künftig möglicherweise das "Diabetes Mellitus
Modell (DMM)" darstellen, so der Experte.
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