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Deutscher
Krebskongress 2002
In der Brustkrebstherapie ist ein Umdenken nötig
Brustkrebs
ist die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. Durch Früherkennungsmaßnahmen
und moderne Brustkrebstherapie leben noch 10 Jahre nach
Diagnosestellung über 50 Prozent der Patientinnen, während
es ohne Therapie nur fünf Prozent sind. Die Aromatasehemmer
stellen einen deutlichen Fortschritt in der Therapie des
Mammkarzinoms dar.
Einer
der am häufigsten verordneten Vertreter der Aromatasehemmer
ist Femara® (Wirksubstanz: Letrozol). In Studien konnte jetzt
nachgewiesen werden, dass der Wirkstoff dem herkömmlichen
Tamoxifen in verschiedenen Stadien der Erkrankung deutlich überlegen
ist. Experten forderten daher ein Umdenken in der
Brustkrebstherapie.
Obwohl
metastasierender Brustkrebs als unheilbare Erkrankung gilt,
gelingt es heute trotzdem, den Patientinnen noch wertvolle
Monate und Jahre zu schenken. Eine Studie mit ca. 900 Patientinnen,
von Professor Henning T. Mouridsen, Kopenhagen, vorgestellt,
zeigte den Vorteil von Letrozol. In der doppelblind randomisierten
Studie erhielten die Patientinnen zunächst entweder 2,5 mg
Letrozol/Tag oder 20 mg Tamoxifen/Tag. Kam es unter dieser
First-Line-Medikation zu einer Krankheitsprogression, so wurde
ein Crossover durchgeführt und die betreffende Patientin erhielt
als Second-Line-Therapie entweder die jeweils andere Studienmedikation
oder wurde einer Chemotherapie zugeführt. Schon kurz nach
Studienbeginn zeigte sich, dass mehr Patientinnen auf Letrozol
ansprachen als auf Tamoxifen.
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