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Das große Vergessen

OPDAL-Studie deckt Defizite bei der Betreuung von Alzheimer-Patienten auf

  Seite 2

Eineinhalb Jahre bis zur Diagnose?

 

Erstes Symptom der Alzheimerschen Erkrankung waren in rund 80 Prozent der Fälle Veränderungen der Kognition, also im Wesentlichen des Gedächtnisses und der Merkfähigkeit. Allerdings erklärten zugleich 78 Prozent der Befragten, dass zuerst Veränderungen im psychosozialen Verhalten der Betroffenen auffällig wurden, wobei beide Phänomene nicht selten Hand in Hand gehen. Bis zur Diagnosestellung vergeht dann aber wertvolle Zeit: "Nur rund 20 Prozent der Befragten erfahren innerhalb von sechs Monaten, was los ist, bei weiteren 20 Prozent dauert es mindestens ein Jahr und bei 27 Prozent sogar länger als eineinhalb Jahre, ehe die richtige Diagnose gestellt wird", berichtete Professor Dr. Anthony Bayer aus Cardiff in Maastricht.

 

Er kritisierte ferner, dass die Diagnose in jedem zweiten Fall nicht mit den Betroffenen, sondern ausschließlich mit dessen Angehörigen besprochen wird. Diese erhalten zudem kaum weiterführende Informationen über die Erkrankung und über Hilfsangebote. Sie fühlen sich mit der Diagnose alleine gelassen und reagieren oft mit Unsicherheit und Ängsten, mit Wut oder einfach mit Negieren der Tatsachen.

 

Werden weiterführende Informationen zur Alzheimerschen Krankheit und ihrer Therapie vermittelt, so beinhalten diese vorwiegend potenzielle Nebenwirkungen der Therapie, weniger geben sie Auskunft über die Wirkungen der Medikamente und darüber, dass durch moderne Medikamente die Progression verzögert werden kann. Dass dies möglich ist, belegen zwei in Maastricht gezeigte Poster. Sie präsentieren die Daten von zwei Studien mit Galantamin. Dieses bewirkte eine signifikante und klinisch relevante Verbesserung der Kognition sowie eine Reduktion der Verhaltensaufälligkeiten und führte dadurch bedingt auch zu einer deutlichen Erleichterung  für die Betreuenden.

CV

Quelle: XIIth Alzheimer Europe Conference am 3. Juni 2002 in Maastricht (Veranstalter: Janssen-Cilag)

 
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Seite 2. Alzheimer. OPDAL-Studie deckt Defizite bei der Betreuung von Alzheimer-Patienten auf. Medikamente News im Info-Netzwerk MEDIZIN 2000 - das Gesamtspektrum der Medizin
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Erstes Symptom der Alzheimerschen Erkrankung waren in rund 80 Prozent der Fälle Veränderungen der Kognition, also im Wesentlichen des Gedächtnisses und der Merkfähigkeit. Allerdings erklärten zugleich 78 Prozent der Befragten, dass zuerst Veränderungen im psychosozialen Verhalten der Betroffenen auffällig wurden, wobei beide Phänomene nicht selten Hand in Hand gehen. Bis zur Diagnosestellung vergeht dann aber wertvolle Zeit: "Nur rund 20 Prozent der Befragten erfahren innerhalb von sechs Monaten, was los ist, bei weiteren 20 Prozent dauert es mindestens ein Jahr und bei 27 Prozent sogar länger als eineinhalb Jahre, ehe die richtige Diagnose gestellt wird", berichtete Professor Dr. Anthony Bayer aus Cardiff in Maastricht.

 

Er kritisierte ferner, dass die Diagnose in jedem zweiten Fall nicht mit den Betroffenen, sondern ausschließlich mit dessen Angehörigen besprochen wird. Diese erhalten zudem kaum weiterführende Informationen über die Erkrankung und über Hilfsangebote. Sie fühlen sich mit der Diagnose alleine gelassen und reagieren oft mit Unsicherheit und Ängsten, mit Wut oder einfach mit Negieren der Tatsachen.

 

Werden weiterführende Informationen zur Alzheimerschen Krankheit und ihrer Therapie vermittelt, so beinhalten diese vorwiegend potenzielle Nebenwirkungen der Therapie, weniger geben sie Auskunft über die Wirkungen der Medikamente und darüber, dass durch moderne Medikamente die Progression verzögert werden kann. Dass dies möglich ist, belegen zwei in Maastricht gezeigte Poster. Sie präsentieren die Daten von zwei Studien mit Galantamin. Dieses bewirkte eine signifikante und klinisch relevante Verbesserung der Kognition sowie eine Reduktion der Verhaltensaufälligkeiten und führte dadurch bedingt auch zu einer deutlichen Erleichterung  für die Betreuenden.

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