Osteoporose
macht vor Männern nicht halt
Alendronat
schützt auch Männerknochen
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Eine
Osteoporose kann heute sowohl exakt diagnostiziert als auch
effizient behandelt werden. Am solidesten ist die Datenlage für
Bisphosphonate, insbesondere Alendronat: Die Substanz steigert
die Knochenmasse signifikant, bremst den Turnover und senkt
die Inzidenz osteoporotischer Frakturen.
Nur für Bisphosphonate
konnte auch eine Frakturprävention an anderen Orten als der
Wirbelsäule belegt werden. Im Zuge der Gleichberechtigung
darf die Osteoporose-Therapie auch Männer nicht übergehen.
Sie profitieren von Alendronat nicht weniger als Frauen.
Dass
nicht nur die Frau, sondern auch der Mann ein wichtiges Ziel für
eine wirksame Osteoporose-Therapie ist, wird erst in letzter
Zeit zunehmend gewürdigt. Immerhin 25 bis 30 Prozent aller Hüftfrakturen
treten bei Männern auf; auch Männer mit osteoporotischen
Deformitäten der Wirbelsäule sind keine Seltenheit. Der
Anteil sekundärer Osteoporosen liegt allerdings bei Männern
höher als bei Frauen. Vor allem Hypogonadismus oder
Steroidtherapie kommen als Ursachen in Betracht.
Bei
der klinischen Erforschung der glukokortikodinduzierten
Osteoporose gab es Hinweise darauf, dass auch Männer mit
Osteoporose von Bisphosphonaten profitierten. Die erste größere
Studie, die die Wirksamkeit einer solchen Therapie bei Männern
prospektiv untersucht hat, wurde mit Alendronat (Fosamax°)
durchgeführt. Insgesamt 241 Männer nahmen daran teil. Ein
gutes Drittel dieser Männer wies erniedrigte
Testosteronspiegel auf – ein Marker für eine sekundäre
Osteoporoseform. Ansonsten waren sekundäre Osteoporoseformen
ausgeschlossen. Neben 10 mg Alendronat pro Tag oder Plazebo
erhielten alle Teilnehmer 500 mg Calcium und 400 IU Vitamin D
pro Tag.