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Innere Stärke stabilisiert Körper und Seele

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Als Botschafterin der „Initiative gegen Knochenschwund“  will Rosi Mittermaier, ehemalige Spitzensportlerin und zweifache Olympiasiegerin von Innsbruck 1976, dazu beitragen, auf das weithin unterschätzte Krankheitsbild aufmerksam zu machen und sich für ein neues Knochenbewusstsein einzusetzen.

Als einen nicht minder wichtigen Aspekt wertete Mittermaier die innere Stärke. "Auch ein gefestiges Selbstbewusstsein kann helfen, drohenden Knochenbrüchen effektiv vorzubeugen und morsche Knochen wieder zu stabilisieren." Wer innerlich stark und zuversichtlich ist, kann auch mit Unsicherheiten wie z. B. der Angst vor dem nächsten folgenschweren Sturz anders umgehen. Deshalb ist es gerade in der zweiten Lebenshälfte mit ihren naturgemäß zunehmenden Defiziten wichtig, bewusst auf sich selbst zu achten - offenen Auges Dinge zu entdecken und anzunehmen, die dem Körper gut tun. 

Die Medizinpsychologin Beate Schultz-Zehden (Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften, Charité Berlin), bestätigte diese Aussage. Im Ergebnis zahlreicher Studien - u.a. einer grossen repräsentiven Befragung von 1.000 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren - zeigte sich, dass Frauen die zweite Lebenshälfte sehr unterschiedlich erleben. "Die einen begreifen den neuen Abschnitt mit seinen biologischen und existenziellen Veränderungen als Chance - überdenken ihr Leben neu, entdecken neue Prioritäten, stecken sich neue Ziele." Diese "Aufbruch-Frauen" bewältigen auch psychische und physische Probleme recht gut. Freilich spielt dabei auch die individuelle Lebenssituation eine Rolle: Fühlt sich die Frau in Beruf, Partnerschaft und sozialem Umfeld glücklich, so gibt ihr das inneren Halt, Sicherheit, Selbstbewusstsein und sie kann mit Schwierigkeiten entsprechend umgehen. Im Gegensatz zu diesen aktiven, positiv denkenden Frauen ist die Gruppe der ("Umbruch"-) Frauen, die den Wandel als beschwerlichen Umbruch erleben, denen es an Halt und Selbstbewusstsein fehlt, Belastungen weit stärker ausgeliefert. 

So gelangte die Wissenschaftlerin zu dem Fazit, dass innere Stärke ein wesentlicher Faktor für das Verkraften von Umbruchphasen und Lebenseinschnitten ist. "Sie stellt eine Art Selbsthilfepotential dar, das zur Bewältigung und Minderung von Beschwerden beitragen und  Krankheitsprozesse entscheidend beeinflussen kann." Bei der Diagnose Osteoporose heißt das: Auch die so ernstzunehmende und komplizierte Stoffwechselerkrankung des Knochens läßt sich bei innerlich starken Frauen wesentlich erfolgreicher therapieren als bei jenen, die Schwäche zeigen und sich in ihr vermeintliches Schicksal ergeben.          

H.L.

Quelle; Pressekonferenz "Innere Stärke", Initiative gegen Knochenschwund (MSD Sharp & Dohme GmbH) in München

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