Organtransplantation
Ciclosporin
nach wie vor Goldstandard
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Das Immunsuppressivum
Ciclosporin brachte die Transplantationsmedizin einen
entscheidenden Schritt voran. Die Substanz wird weltweit am häufigsten
zur initialen und dauerhaften Prophylaxe von Abstoßungsreaktionen
eingesetzt und bildet den Goldstandard, an dem sich alle neuen
Immunsuppressiva messen lassen müssen.
Mit
neuen Pharmaka lassen sich zwar Abstoßungskrisen praktisch
ausschließen, sie können aber das Aufkommen von Neoplasien
und tödlichen Virusinfektionen fördern, sagte Prof. Walter
Land, München. Auf Grund der fast 20-jährigen Erfahrung mit
Ciclosporin (Sandimmun®) ist exakt bekannt, dass es nur eine
geringe und kalkulierbare Malignomrate als
Langzeitkomplikation nach sich zieht. Ob das auch auf die
aggressiveren Immunsuppressiva zutrifft, lässt sich mangels
Erfahrung noch nicht sagen. Man ist also mit dem Goldstandard
auf der sicheren Seite.
Ciclosporin
zählt zu den dosiskritischen Pharmaka, die durch einen sehr
engen therapeutischen Bereich charakterisiert sind. Eine Unterdosierung
führt häufig zu Abstoßungsreaktionen und eine Überdosierung
zu toxischen Reaktionen. Diese Gegebenheiten erfordern eine
sorgfältige Dosistitration und ein engmaschiges Patienten-Monitoring,
unterstrich Prof. Karl Uwe Petersen, Aachen.