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Organtransplantation

Ciclosporin nach wie vor Goldstandard

  Seite 2

 

Hinzu kommt, dass durch eine starke intraindividuelle Variabilität die Wirkstoffexposition des Patienten erheblich schwanken kann. Diese Probleme wurden durch die Formulierung von Ciclosporin als Mikroemulsion (Sandimmun® Optoral) gelöst, wodurch sich Resorption und klinische Wirksamkeit verbesserten. „Nicht nur der Wirkstoff ist das Medikament, sondern der Wirkstoff plus Galenik“, konstatierte der Pharmakologe. Nachdem die neue Formulierung eingeführt war, sank die Wahrscheinlichkeit akuter Abstoßungsreaktionen nach Nierentransplantationen um knapp die Hälfte und nach Lebertransplantationen um bis zu drei Viertel.

 

Sollte auch die Ciclosporin-Mikroemulsion unter die Aut-idem-Regelung fallen, wäre ein Rückschlag für die Transplantationsmedizin zu befürchten, meinte Petersen. Das seit einigen Monaten in Deutschland verfügbare Ciclosporin-Generikum entspricht zwar den gesetzlich geforderten Vorgaben der Bioäquivalenz, doch wegen seiner Galenik steht eine ähnliche Variabilität der Wirkstoffkonzentrationen zu erwarten wie beim ursprünglichen Ciclosporin. Was das für Konsequenzen haben kann, ist einem internationalen Transplantationsregister (Collaborative Transplant Study Group) zu entnehmen, in dem weltweit die zwischen 1998 und 2000 transplantierten Nieren erfasst wurden. Die Überlebenschancen der Nieren lagen in den ersten zwölf Monaten um rund ein Zehntel niedriger, wenn die Patienten anstatt Sandimmun® Optoral (n = 16.801) ein beliebiges Ciclosporin-Generikum (n = 397) bekommen hatten.

KBF

 

Quelle: Pressekonferenz „Sandimmun® Optoral – ein dosiskritischer Wirkstoff – Warum eine Substitution durch ein Generikum teuer werden kann!“ (Veranstalter: Novartis Pharma GmbH) in Nürnberg

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Sollte auch die Ciclosporin-Mikroemulsion unter die Aut-idem-Regelung fallen, wäre ein Rückschlag für die Transplantationsmedizin zu befürchten, meinte Petersen. Das seit einigen Monaten in Deutschland verfügbare Ciclosporin-Generikum entspricht zwar den gesetzlich geforderten Vorgaben der Bioäquivalenz, doch wegen seiner Galenik steht eine ähnliche Variabilität der Wirkstoffkonzentrationen zu erwarten wie beim ursprünglichen Ciclosporin. Was das für Konsequenzen haben kann, ist einem internationalen Transplantationsregister (Collaborative Transplant Study Group) zu entnehmen, in dem weltweit die zwischen 1998 und 2000 transplantierten Nieren erfasst wurden. Die Überlebenschancen der Nieren lagen in den ersten zwölf Monaten um rund ein Zehntel niedriger, wenn die Patienten anstatt Sandimmun® Optoral (n = 16.801) ein beliebiges Ciclosporin-Generikum (n = 397) bekommen hatten.

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