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Eine
antientzündliche Therapie steht beim kindlichen Asthma ganz im Vordergrund
der therapeutischen Bemühungen
Von
Dr. med. Jochen Kubitschek
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Die
Behandlung des kindlichen Asthma stellt im ärztlichen Alltag aus
praktischen Gründen nach wie vor eine große Herausforderung dar.
Neben einer zuverlässigen Linderung der Symptomatik legen
die Eltern der Patienten naturgemäß einen besonders großen Wert
auf gute Verträglichkeit der Medikamente und ein niedriges
Nebenwirkungspotential. Da allergische und somit auch
Asthma-Erkrankungen in den vergangenen Jahren immer häufiger
diagnostiziert werden, gewinnt auch die Optimierung der Asthma
Therapie immer mehr an Bedeutung.
Anlässlich
einer von Aventis Pharma unterstützten Veranstaltung wies Professor
Dr. Dieter Kiosz, Nebel/Amrum, auf die Ergebnisse der ISAAC-Phase
1 Studie hin. In 156
Studienzentren in 56 Ländern wurden 721.601 Patienten erfasst. In
allen teilnehmenden Ländern ist Asthma eine bedeutsame ärztliche
Diagnose. Aus den meisten englisch-sprachigen Ländern, aber auch
aus Südamerika (Peru, Costa Rica), werden
Asthma-Häufigkeiten zwischen 15,2% und 28% berichtet. Die meisten
Daten stammen aus urbanen Zentren. Dort, wo auch Daten aus dem ländlichen
Bereich vorliegen (z.B. Lettland, Österreich), zeigt der Vergleich
mit den Daten aus den urbanen Zentren, dass Asthma in den ländlichen
Bereichen etwas weniger häufig vorkommt.
Diese
Beobachtung unterstreicht die Bedeutung von Umgebungsfaktoren und
unterstützt die unter experimentellen Bedingungen aufgestellte
Theorie, dass zunehmendes Hygiene-Bewußtsein und "western life
style" den Kontakt des Säuglings und jungen Kleinkindes mit
Infektionserregern so eingeschränkt haben, dass eine Prädisposition
des Immunsystems auf atopische Reaktionen erfolgt. In ISAAC
Phase 2 werden u.a. soziologische Daten und Umweltfaktoren
erfasst, um der kausalen Aufklärung der Ätiologie des Asthmas näher
zukommen.
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