Prophylaxe der Arteriosklerose ist heute möglich
Von
Dr. med. Jochen Kubitschek
Seite
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In
den vergangenen Jahren konnte weitgehend geklärt werden wie es zur
Arteriosklerose kommt: am Anfang steht immer eine Verletzung des
Gefäss-Endothels, die durch unterschiedliche Mechanismen wie Scherkräfte,
hoher Blutdruck oder toxische Substanzen wie Zigarettenrauch, zustande
kommt. Durch diesen Endotheldefekt dringen Flüssigkeit und LDL-Cholesterin
in die Gewebeschicht unter dem Endothel ein. Da das LDL-Cholesterin
dort als Fremdkörper erkannt wird, wandern Makrophagen ein und phagozytieren
das LDL. Bei erhöhtem
LDL-Anfall degenerieren diese überlasteten Makrophagen und lagern
sich in Form von fettigen Zellen aneinander.
Neben
anderen Faktoren üben sie einen Wachstumsreiz auf Gefäßmuskelzellen
aus, wodurch das arteriosklerotische
Plaque entsteht. Die Makrophagen verfügen im besonderen Maße
über das Angiotensin-Converting-Enzym, das die Bildung von Angiotensin
II aus Angiotensin I fördert. Das Angiotensin II hat eine Reihe
negativer Auswirkungen auf das Plaque.
Eine
der wichtigsten Auswirkungen ist die Förderung der Inflammation
im Plaque, wodurch dort Verdauungsenzyme freigesetzt werden. Diese
führen zu einer Instabilität der Plaquedeckplatte und damit zum
Aufbrechen des Plaques. Ist die Oberflächenintegrität des Plaque
gestört, gerät thrombosefördernder
Plaqueinhalt in die Blutbahn, und hiermit wird über den Verschluss
des Blutgefäßes ein fatales Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
eingeleitet.
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